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	<title>Hermann Fritz &#187; Werner Driehorst</title>
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	<description>Aus Wurzeln werden Flügel</description>
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		<title>Werners Manifest</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 09:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Uslar]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerdialog]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt Uslar]]></category>
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		<category><![CDATA[Werner Driehorst]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Aller Anfang ist leicht &#8211; das Durchhalten bis zum Ende ist schwer&#8221; &#8220;Nur die Unzufriedenheit macht glücklich&#8221; (Georg Kreisler in DIE ZEIT 28.7.11) Werner Driehorst, &#8230;                                            &#8230;, 37170   Uslar   11.10.11 Die Wahl ist gelaufen. Am 1.11.11 beginnt die kommunalpolitische &#8230; <a href="http://www.hermannfritz.de/?p=95">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aller Anfang ist leicht &#8211; das Durchhalten bis zum Ende ist schwer&#8221;<br />
&#8220;Nur die Unzufriedenheit macht glücklich&#8221; (Georg Kreisler in DIE ZEIT 28.7.11)</p>
<p>Werner Driehorst, &#8230;                                            &#8230;, 37170   Uslar   11.10.11</p>
<p>Die Wahl ist gelaufen. Am 1.11.11 beginnt die kommunalpolitische Saison<br />
2011-2016. WAS NUN TUN?<br />
Die Erwartung der Bevölkerung an den neugewählten Rat, besonders an die<br />
neuen Ratsmitglieder, ist riesig. Dies ist erstaunlich, denn auch der<br />
&#8220;neue&#8221; Rat besteht zu 2/3 aus &#8220;altbewährten&#8221; Mannen und Frauen.<br />
Über das Politikverständnis dieser Mehrheit gibt es keine Illusionen.<br />
Dazu ein ganz normales trauriges Beispiel aus der vergangenen Saison<br />
06-11: 2007 war das Jahr der &#8220;Stolpersteine&#8221; und das ohne jede politische<br />
Diskussion. Zu dieser wichtigen Angelegenheit hat die eine Hälfte des<br />
Rates (CDU/UWG) eine öffentliche Aussage schlicht verweigert &#8211; und die<br />
andere Hälfte (SPD) hat (im Einvernehmen mit der HNA-Lokalredaktion und<br />
der AG Stolpersteine) eine öffentliche Diskussion aktiv verhindert, z. B.<br />
durch Falschinformation der Bevölkerung.</p>
<p>Was will nun die &#8220;alte&#8221;2/3 Mehrheit im &#8220;neuen&#8221; Rat? Dies wußten wir schon<br />
vor der Wahl: <a href="http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-northeim/uslar/will-macht-1286513.html" target="_blank">&#8220;CDU will an die Macht&#8221; (HNA 17.6.11)</a>. Man will eine ver-<br />
läßliche Mehrheitskoalition bilden und möglichst viele Posten besetzen.<br />
<span id="more-95"></span>Dann kann man die Minderheit vorführen (die eigenen Anträge sind immer<br />
die Besseren) und engagierte kenntnisreiche Bürger vor die Wand laufen<br />
lassen (ich weiß wovon ich rede). Die SPD versucht das gleiche nur des-<br />
halb nicht, weil es ihr z. Z.nicht möglich ist.<br />
Aber auch die neuen Kräfte (grün, links, pirat) ticken auf derselben Wel-<br />
le. Sie wollen eine starke Minorität bilden, Ausschüsse besetzen und hof-<br />
fen, daß sie damit etwas bewirken können. &#8220;Und es geschieht nichts Neues<br />
unter der Sonne&#8221; (<a href="http://bibeltext.com/ecclesiastes/1-9.htm" target="_blank">Prediger 1,9</a>)<br />
Die politische Klasse in Uslar ist aus sich selbst heraus nicht reformir-<br />
bar; sie produziert zwangsläufig Irrsinn. In den nächsten fünf Jahren<br />
wird sich hier nur etwas ändern wenn sich die BürgerInnen an der Politik<br />
beteiligen. Dazu brauchen wir eine andere politische Kultur. Bisher waren<br />
die BürgerInnen Zuschauer, die durch ihre fünfjährige Stimmabgabe der Po-<br />
litik eine Generalvollmacht ausstellten. Dafür wurde ihnen versprochen<br />
eine &#8220;Politik für das Volk&#8221;. Diese ist in Uslar konkursreif, im wahrsten<br />
Sinn des Wortes zahlungsunfähig. Wir brauchen einen Neubeginn durch eine<br />
&#8220;Politik mit dem Volk&#8221;. Die BürgerInnen sollen nicht nur zuhören sondern<br />
auch mitreden. Die alte ritualhafte Politik muß abgelöst werden. Wir müs-<br />
sen &#8220;mehr Demokratie wagen&#8221; (Willy Brandt), aber möglichst direkt &#8211; eine<br />
Politik zum Mitmachen.</p>
<ul>
<li>Dies geschieht wie bisher in Bürgerversammlungen</li>
<li>Die sogenannte Bürgerfragestunde in öffentlichen Sitzungen wird ersetzt<br />
durch das Bürgergespräch</li>
<li>Darüber hinaus brauchen wir einen ständigen Dialog zwischen der Kommu-<br />
nalpolitik und der Bevölkerung. Dies kann nicht durch das HNA-Leserfo-<br />
rum geschehen. Im <a href="http://www.uslar.de/" target="_blank">Internetportal der Stadt Uslar</a> muß ein Bürgerdiskurs-<br />
format eingerichtet werden. Dort können alle immer mitreden &#8211; aber<br />
nicht anonym sondern offen mit Name und Wohnort (aber mit eingebautem<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower" target="_blank">Wistleblowerschutz</a>).<br />
In diesem offenen ständigem Dialog wird es natürlich viele untaugliche<br />
oder gar dumme Äußerungen geben, aber letztlich wird sich eine vernünf-<br />
tige Mehrheitsmeinung herausbilden &#8211; ich glaube an die sogenannte<br />
Schwarmintelligenz. Man sollte unbefangen und ohne Angst seine Meinung<br />
zum Besten geben, so wie ich es auch in diesem Augenblick tue. Das<br />
<a href="http://www.bpb.de/publikationen/LJO4BQ,0,0,Denken_ohne_Gel%E4nder.html" target="_blank">&#8220;Denken ohne Geländer&#8221; (Hannah Arendt)</a> ist Voraussetzung für jede<br />
Veränderung. Außerdem wirkt der Bürgerdialog disziplinierend auf den<br />
Rat und die Bürgermeisterin: sie müssen sich ständig rechtfertigen und<br />
werden sich deshalb genau überlegen, was sie sagen und tun.</li>
<li>Voraussetzung für den Bürgerdialog ist Information. &#8220;Information ist<br />
die Währung der Demokratie&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Jefferson" target="_blank">Thomas Jefferson</a>). Die Stadt Uslar muß<br />
alles ins Netz stellen was öffentich ist: Drucksachen, Protokolle,<br />
Pläne, Zahlen. Ein Beispiel: Unser wichtigstes Lebensmittel ist immer<br />
noch unser Trinkwasser. Wieviel geben die Stadtwerkke für den Trink-<br />
wasserschutz aus? Wo? An wen? Weshalb? Welche weiteren Pläne gibt es?<br />
Ein weiteres Beispiel: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsausschuss" target="_blank">VA</a> tagt laut NGO nichtöffentlich aber er<br />
ist kein Geheimgremium; die Tagesordnung, die Teilnehmer, die Abstim-<br />
mungsergebnisse und die Beschlüsse sind öffentlich.</li>
<li>Alles Neue bereitet Probleme und muß eingeübt werden. Die Zusammen-<br />
arbeit zwischen Rat und hauptamtlichem Bürgermeister muß überall ge-<br />
übt werden und dabei knirrscht es teilweise gewaltig.<br />
Deshalb sollte man die Bürgerbeteiligung  erst mal an einem Thema aus-<br />
probieren. Dies könnte der neue Stromlieferungsvertrag sein. Dabei<br />
kann man sich durch Fachleute beraten und begleiten lassen, z. B.<br />
durch das Institut für Demakratieforschung der Uni Göttingen.</li>
</ul>
<p>Den Einwand &#8220;Dialog mit dem Bürger hatten wir bisher auch&#8221; lasse ich<br />
nicht gelten. Das ging eher nach dem Motto &#8220;Wir sind hochkommunikativ<br />
solange man uns nicht anspricht&#8221; (Günther Beckstein). In den letzten<br />
15 Jahren habe ich aus gutem Grund Vorschläge nur noch schriftlich ge-<br />
macht und unsere Lokalpolitiker haben einfach nicht geantwortet. Dis-<br />
kussion gab es nur intern in nichtöffentlichen Fraktionsitzungen und<br />
öffentlich gab es dann nur noch ein staatsmännisches Statement.<br />
Diese Parteiendemokratie muß durch eine Bürgerdemokratie abgelöst wer-<br />
den. Nochmals: Die Politik der alten Rituale hat ausgedient!<br />
Eine Frage an die etablierten Kräfte: warum machen Sie ihre Fraktions-<br />
sitzungen nicht öffentlich? &#8220;Es ist die edelste Gabe des Menschen, sich<br />
ändern zu können&#8221; (Leonard Bernstein); vielleicht paßt hier auch George<br />
Bernard Shaw &#8220;Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, daß man ständig<br />
gezwungen ist dazuzulernen&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
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